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Der erste Abend in Bildern:

Daniela Dank und Ulrike Almut Sandig im Pilot
20 Jahre ist es her, dass die Menschen in der DDR das sozialistische
System wegdemonstriert und damit den Weg frei gemacht haben
für die deutsche und europäische Einheit. Leipzig,
schon früh mit dem Titel "Heldenstadt" bedacht,
stand neben Berlin im Zentrum der Geschehnisse. Von hier
gingen entscheidende Impulse für den demokratischen
Aufbruch in der gesamten DDR aus: Auf dem Innenstadtring
entschied sich am 9. Oktober 1989, ob die Revolution einen
friedlichen oder einen blutigen Verlauf nehmen würde.
Die Bilder von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche,
den Massendemonstrationen und der Besetzung der Leipziger
Stasi-Zentrale waren anschließend in aller Welt zu
sehen.
Schon in der DDR war Leipzig geistig-kulturelles Zentrum,
zog Künstler und Alternative an. Das gilt bis heute
und vielleicht sogar mehr denn je. Leipzig ist mit Gewandhaus
und Thomanerchor, in der Tradition von Bach, Mendelssohn
und Wagner ebenso wie mit der Musikmesse PopUp und den zahlreichen
Bands eine Musikstadt führend in jeder Musikrichtung.
Hier hat außerdem die renommierte Hochschule für
Grafik und Buchkunst ihren Sitz, die als Keimzelle der Neuen
Leipziger Schule gilt. Nicht zuletzt befindet sich hier
das Deutsche Literaturinstitut Leipzig – der bundesweit
einzige Studiengang zur Ausbildung angehender Schriftstellerinnen
und Schriftsteller.
Absolventen des Instituts haben wie viele weitere Autoren
in den vergangenen Jahren in ihren Gedichten, Erzählungen
und Romanen immer wieder deutsch-deutsche Geschichten erzähltt.
Diesen Geschichten widmet sich das Literaturfestival Montag.
Ebenso den Autoren, die in ihren Texten wie in ihren Biographien
von der DDR-Vergangenheit beeinflusst worden sind.
Montag will Plattform sein für den Austausch zwischen
Literatur und Geschichte. Die Leseorte stehen teilweise
in direktem Bezug zur Geschichte der DDR und der Friedlichen
Revolution, andere sind etablierte Veranstaltungsorte der
jungen Leipziger Kulturszene. Abschluss des Festivals wird
eine zentrale Lesenacht mit vielen parallelen Lesungen und
Diskussionsrunden sowie einem Fest zum Abschluss sein.
Eine Übersicht aller teilnehmenden Autorinnen und Autoren
sowie Zeiten und Titel aller Veranstaltungen und eine komplette
Liste aller Veranstaltungsorte finden Sie hier laufend aktualisiert
ab Dezember.
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Ulrich Winters und Mihael Lentz im Deutschen Literaturinstitut
Leipzig

Jörg Schieke im Paris Syndrom

Christopher Kloeble im Paris Syndrom
Fotos: Ali Ghandtschi |